Silvesterkonzert der Staatskapelle Dresden

Besetzungsänderung
Christian Thielemann Dirigent
Camilla Nylund SOPRAN, 29. Dezember
Elena Stikhina SOPRAN, 30. & 31. Dezember
Christa Mayer Alt
Klaus Florian Vogt Tenor
Georg Zeppenfeld Bass
Sächsischer Staatsopernchor Dresden

Ludwig van Beethoven

  • Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125

»Freude!«

Der Brauch, den Jahreswechsel mit Ludwig van Beethovens Neunter zu feiern, geht auf Arthur Nikisch zurück: Dieser dirigierte zu Silvester 1918 vor tausenden Arbeitern die Symphonie zu einer »Friedensfeier«, bei der das »Freudenthema« genau um Mitternacht erklang. So wurde er zum Geburtshelfer einer Tradition, die schnell in aller Welt Fuß fasste. Dennoch lohnt es sich, dieses radikalste sym­phonische Werk der Musikgeschichte jedes Mal neu zu erleben: Dann nämlich fühlt man die existenzielle Wucht der Uraufführung, als dem Publikum angesichts des Einsatzes menschlicher Stimmen im Finale und völlig unvorbereiteter harmonischer Wendungen regelrecht der Atem stockte.

Konzertdauer: ca. 80 Minuten, keine Pause

Sendetermin: 29. Dezember 2022, ab 22.15 Uhr im ZDF
  • 29.12.2022
    19:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    250.00 €
  • 30.12.2022
    19:00 Uhr
    Semperoper
    Ausverkauft
  • 31.12.2022
    17:00 Uhr
    Semperoper
    Ausverkauft

Christian Thielemann

Chefdirigent

Seit der Saison 2012/2013 ist Chris­tian Thielemann Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Über Stationen an der Deutschen Oper Berlin, in Gelsen­kirchen, Karlsruhe, Hannover und Düsseldorf kam er 1988 als Generalmusikdirektor nach Nürnberg. 1997 kehrte der gebürtige Berliner in seine Heimatstadt als Generalmusikdirek­tor der Deutschen Oper Berlin zurück, bevor er das gleiche Amt von 2004 bis 2011 bei den Münchner Philharmonikern innehatte. Neben seiner Dresdner Chefposition war er von 2013 bis 2022 Künstlerischer Leiter der Osterfest­spiele Salzburg.

Intensiv widmete sich Christian Thiele­mann in den vergangenen Spielzeiten den Komponistenjubilaren Wagner, Strauss und Beethoven. Aber auch Werke von Bach bis hin zu Henze, Rihm und Gubaidulina standen für ihn in Dresden und auf Tournee auf dem Pro­gramm. In der Semperoper leitete er zuletzt Neuproduktionen von »Ariadne auf Naxos«, »Capriccio« und »Aida«. Bei den Osterfestspie­len Salzburg dirigierte er unter anderem »Die Walküre«, »Tosca«, »Die Meistersinger von Nürnberg« und »Lohengrin«.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet Christian Thielemann mit den Berliner Phil­harmonikern und Wiener Philharmonikern, deren Neujahrskonzert er 2019 dirigierte. Er war musikalischer Berater und Musikdirektor der Bayreuther Festspiele, die er seit seinem

Debüt im Sommer 2000 alljährlich durch maß­stabsetzende Interpretationen prägt. Darüber hinaus folgte er Einladungen der großen Or­chester in Europa, den Vereinigten Staaten, Israel und Asien.

Christian Thielemanns Diskographie als Exklusivkünstler der UNITEL ist umfang­reich. Zu seinen jüngsten Einspielungen mit der Staatskapelle gehören die Symphonien von Anton Bruckner und Robert Schumann, Arnold Schönbergs »Gurre-Lieder« sowie zahlreiche Opern.

Christian Thielemann ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London, Honorarprofessor der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden sowie Ehrendoktor der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar und der Katholischen Universität Leuven in Belgien. 2003 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. Im Mai 2015 erhielt er den Richard-Wagner-Preis der Richard-Wagner-Stiftung Leipzig, sowie im Oktober 2016 den Preis der Stiftung zur Förderung der Semperoper. Im April 2022 wurde er mit dem Ehrenzeichen des Landes Salzburg und im Juli 2022 mit der Wappenmedaille in Gold der Stadt Salzburg ausgezeichnet. Christian Thielemann ist Schirmherr der Richard-Wagner-Stätten Graupa. Für seine Einspielungen wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt.

Camilla Nylund

Camilla Nylund, in Vaasa in Finnland geboren, studierte zunächst bei Eva Illes, später in der Opern- und Liedklasse im Mozarteum in Salzburg. Für ihre ausgezeichneten Leistungen wurde ihr im Dezember 1995 von der Internationalen Stiftung Mozarteum die Lilli Lehmann-Medaille verliehen.

Nach einem Festengagement in Hannover gehörte Camilla Nylund von 1999 bis 2002 zum Ensemble der Semperoper Dresden. Neben ihren Dresdner Verpflichtungen wurde sie mehr und mehr zu einem begehrten Gast an den wichtigsten Opernhäusern. So sang sie u. a. Die Gräfin(»Capriccio«) in Venedig, Eva (»Die Meistersinger von Nürnberg«) sowie Tatjana (»Eugen Onegin«) an der Hamburgischen Staatsoper, Leonore (»Fidelio«) an der Oper Zürich und unter Sir Simon Rattle auf dem Japan-Gastspiel der Salzburger Festspiele, »Salome« an der Oper Köln, Elisabeth (»Tannhäuser«) an der Bayerischen Staatsoper und Leonore in der »Fidelio«-Urfassung am Theater an der Wien.

Es folgten Debüts an der Wiener Staatsoper, an der Mailänder Scala und in Chicago, unter Sir Simon Rattle in der Berliner Philharmonie mit Henzes »Floß der Medusa«, am New National Theatre Tokyo, bei den Salzburger Festspielen sowie an der Bastille Paris, in Berlin und in Valencia unter Zubin Mehta. Im Sommer 2011 gab Camilla Nylund ihr Debüt bei den Bayreuther Festspielen; es folgten Wiedereinladungen für diese Partie auch für die Festspiele 2013 und 2014. Zu einem besonderen Erfolg wurde ihr Rollendebüt der Sieglinde (»Die Walküre«) an der Wiener Staatsoper 2013 – die Partie interpretierte sie 2017 erneut auch in Bayreuth.

Im der Saison 2018/19 war Camilla Nylund als Kaiserin in der Neuproduktion »Frau ohne Schatten« an der Wiener Staatsoper unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann zu erleben. Im Rahmen dieser Produktion wurde ihr der Titel der Wiener Kammersängerin verliehen. Im Dezember 2019 debütierte sie zudem mit großem Erfolg an der Metropolitan Opera New York (»Der Rosenkavalier«). In der Semperoper Dresden war sie zuletzt in der aktuellen Spielzeit als Eva in »Die Meistersinger von Nürnberg« zu erleben.

Camilla Nylund arbeitet sowohl im Opern- als auch im Konzertbereich mit allen bedeutenden Maestri unserer Zeit – so mit Zubin Mehta, Sir Simon Rattle, Christian Thielemann, Andris Nelsons, Daniel Barenboim, Esa-Pekka Salonen, Vladimir Jurowski, Gianandrea Noseda, Riccardo Muti, Marek Janowski.

Elena Stikhina

Elena Stikhina studierte am Konservatorium in Moskau Gesang. Ihr erstes Festengagement führte sie ans Mariinsky-Theater in Vladivostok, wo sie mit Partien wie Nedda (»Pagliacci«), Micaëla (»Carmen«), Lisa (»Pique Dame«), Violetta Valéry (»La traviata«) und mit der Titelpartie in »Tosca« zu erleben war. Zudem gastierte sie als Tatjana (»Eugen Onegin«) an der Opéra national de Paris, als Leonora (»Il trovatore«) an der Deutschen Oper Berlin, als Mimì (»La bohème«) an der Staatsoper Unter den Linden sowie bei den

Pfingstfestspielen Baden-Baden. Außerdem war sie in der Titelpartie in »Suor Angelica« an der Metropolitan Opera in New York, als Cio-Cio-San in »Madama Butterfly« an der Nationaloper Amsterdam und als Leonora in »La forza del destino« an der Opéra national de Paris zu erleben. Elena Stikhina ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe und gewann u. a. 2016 den Culturarte-Preis des internationalen Wettbewerbs »Operalia«.

Christa Mayer

Christa Mayer erhielt ihre Gesangsausbildung an der Bayerischen Singakademie und der Musikhochschule München, die sie 2001 mit dem Meisterklassendiplom abschloss. Bereits während des Studiums bekam sie zahlreiche Preise verliehen, dazu zählt u.a. ein Preis beim Internationalen Wettbewerb der ARD in München.

Seit 2001 ist Christa Mayer Ensemblemitglied an der Sächsischen Staatsoper Dresden.  Hier gab sie erfolgreiche Rollendebüts u.a. als Erda (»Das Rheingold und Siegfried«), Fenena (»Nabucco«), Suzuki (»Madama Butterfly«), Quickly (»Falstaff«), Baba (»The Rake’s progress«), Adelaide (»Arabella«).

Im »Ring«-Zyklus der Semperoper war Christa Mayer unter der Leitung von Fabio Luisi als Erda und Waltraute (»Götterdämmerung«) zu erleben (2006).

Gastspiele führten sie u.a. an die Deutsche Oper Berlin und an die Bayerische Staatsoper, sowie an das Teatro di Maggio Musicale Florenz und das Teatro La Fenice Venedig.

2007 war Christa Mayer eingeladen, unter Zubin Mehta im neuerbauten Palau De Les Arts Valencia im »Ring« mitzuwirken (Erda, Schwertleite).

2008 debütierte Christa Mayer bei den Bayreuther Festspielen als Erda und Waltraute – und wurde daraufhin auch für 2009 und 2010 für dieselben Partien wieder nach Bayreuth eingeladen.

In Dresden sang sie in Händels »Giulio Cesare« die Cornelia – und wurde für diese Partie auch nach Düsseldorf eingeladen. Sie wirkte in Dresden 2010 im »Ring« mit und sang hier die Partien der Erda und der Waltraute, außerdem die Gaea in »Daphne«. An die Hamburgische Staatsoper war sie als Quickly (»Falstaff«) eingeladen. In der Dresdner

Produktion »Alcina« war Christa Mayer Bradamante, unter Christian Thielemann sang sie – ebenfalls in Dresden – den Mezzopart in Bachs »Weihnachtsoratorium«, »Siegfried«-Erda in Sevilla, Erda und Waltraute an der Hamburgischen Staatsoper.

Mit überragendem internationalem Erfolg sang Christa Mayer im Bayreuther »Tristan« die Brangäne. Am New National Theatre Tokio übernahm Christa Mayer die Partie der Erda. Bei den Salzburger Osterfestspielen 2016 wirkte sie in »Otello« (Emilia) und der »Missa solemnis« unter Christian Thielemann mit, 2017 übernahm sie in der Salzburger »Walküre», ebenfalls unter Thielemann, die Fricka. In »Mathis der Maler« (unter Simone Young) in Dresden sang sie die Gräfin. Zu einem besonderen persönlichen Erfolg wurde für Christa Mayer die Interpretation der Didon in der Dresdner Neuproduktion von Berlioz’ »Les Troyens«. Mit den Bayreuther Festspielen gastierte Christa Mayer als »Walküre«-Fricka in Abu Dhabi, nach Salzburg kehrte sie als Magdalene in den »Meistersingern« zurück, in Dresden sang sie die Fenena (»Nabucco«).

Im Sommer 2019 war Christa Mayer wiederum die Brangäne in Bayreuth. Das BBC Symphony Orchestra hat Christa Mayer zu Konzerten mit Glanerts »Requiem für Bosch« eingeladen, unter Maestro Thielemann sang die Künstlerin in Dresden in den »Gurreliedern« die Waldtaube.

Im Februar 2020 hat die Sächsische Staatsoper Dresden Christa Mayers künstlerische Verdienste mit dem Titel »Kammersängerin« gewürdigt. Das Land Bayern ehrt Christa Mayer im Herbst 2020 mit dem Bayerischen Kulturpreis.

Klaus Florian Vogt

Klaus Florian Vogt ist einer der herausragenden Wagner-Tenöre der Gegenwart. Zu seinem Repertoire gehören vor allem dramatische Partien wie Lohengrin, Tannhäuser, Parsifal, Stolzing und Siegmund, aber auch Florestan (»Fidelio«), Paul (»Die tote Stadt«) und Hoffmann (»Les Contes d’Hoffmann«). Darüber hinaus singt er mit großem Erfolg lyrisch-dramatische Rollen wie Erik (»Der fliegende Holländer«), Andrej (»Chowanschtschina«), Prinz (»Rusalka«), Bacchus (»Ariadne auf Naxos«) und Faust (»La Damnation de Faust«).

Klaus Florian Vogt ist gefragter Gast an allen großen Opernhäusern der Welt sowie bei den Bayreuther Festspielen, Salzburger Festspielen und weiteren Festivals. Engagements führten ihn unter anderem an die Opernhäuser in München, Berlin, Hamburg, Paris, London, Barcelona, Wien, Madrid, Mailand, Toulouse, Helsinki, New York und Tokio. 2005 gab er sein Japan-Debüt als Hoffmann (»Les Contes d’Hoffmann«) in Tokio, 2006 folgte sein Amerika-Debüt als Lohengrin an der Metropolitan Opera in New York. 2007 sang er erstmals an der Mailänder Scala (Lohengrin). Besonders in der Rolle des Lohengrin gastiert Klaus Florian Vogt auf der ganzen Welt. Es gibt derzeit keinen anderen Sänger, der in der Rolle von Wagners Gralsritter künstlerisch so erfolgreich ist.

Auch als Konzert- und Liedsänger hat sich Klaus Florian Vogt einen Namen gemacht. Auftritte führten ihn unter anderem mehrmals nach Wien, New York, zum Tanglewood Festival, zum Schleswig-Holstein Musik Festival, nach London, Athen, Berlin und Leipzig sowie zu den Salzburger Festspielen. Sein Repertoire umfasst unter anderem Werke von Mozart, Beethoven, Mahler, Verdi, Flotow und natürlich Wagner. Einen großen Erfolg verbuchte er 2019 mit der Erstaufführung einer kammermusikalischen Fassung von Franz Schuberts „Die schöne Müllerin“ in der Hamburger Elbphilharmonie. Auf dem Konzertpodium arbeitet er unter anderem mit den Wiener Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem City

of Birmingham Symphony Orchestra, dem Concertgebouworkest und den Münchner Philharmonikern zusammen und mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Kent Nagano, Andris Nelsons, Yannick Nézet-Séguin, Antonio Pappano, Christian Thielemann und Simone Young. Als Liedsänger interpretiert er unter anderem mit großem Erfolg Werke von Haydn, Schubert, Brahms, Mahler und Strauss.

Von Klaus Florian Vogt liegen zahlreiche Einspielungen und Soloalben vor. Bei SONY Classical erschienen seine drei Solo-CDs »Helden« (2012) mit dem Orchester der Deutschen Oper Berlin unter Peter Schneider, »Wagner« (2013) mit den Bamberger Symphonikern unter Jonathan Nott. Weiterhin liegen unter anderem eine Einspielung von Korngolds »Die tote Stadt« aus der Oper Frankfurt unter Sebastian Weigle vor (Oehms Classics) sowie eine CD und eine DVD mit Hits von Berlin bis Broadway mit Renée Flemming unter der Leitung von Christian Thielemann (Deutsche Grammophon). Im Januar 2016 ist eine Aufnahme von Franz Schmidts »Das Buch mit sieben Siegeln« aus der Hamburger Laeiszhalle unter Simone Young erschienen (Oehms Classics). Von den Bayreuther Festspielen liegen unter anderem »Lohengrin«, »Parsifal« und »Die Meistersinger von Nürnberg« als DVD vor, letztere wurde im Oktober 2019 mit dem OPUS Klassik ausgezeichnet. 2012 erhielt Klaus Florian Vogt den ECHO-Klassik als Künstler des Jahres. 2019 verlieh ihm der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg den Ehrentitel »Hamburger Kammersänger«.

Der aus Norddeutschland stammende Klaus Florian Vogt begann seine musikalische Karriere als Hornist im Philharmonischen Staatsorchester Hamburg. Parallel begann er ein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Lübeck. 1997/98 war er am Landestheater Flensburg engagiert, von 1998 bis 2003 gehörte er zum Ensemble der Semperoper Dresden. Seit 2003 ist er freischaffend tätig.

Georg Zeppenfeld

Bass

Der in Westfalen geborene Bass Georg Zeppenfeld studierte Gesang an der Hochschule für Musik Köln. Engagements führten ihn u.a. an die großen Opernhäuser von München, Berlin, Hamburg, Wien, Mailand, Paris, Barcelona, Lyon, Antwerpen, zu den Bayreuther Festspielen sowie an die Lyric Opera of Chicago, an die Metropolitan Opera New York und nach San Francisco. Im Jahr 2002 gastierte er erstmals bei den Salzburger Festspielen, 2012 sang er dort Sarastro (»Die Zauberflöte«) unter Nikolaus Harnoncourt, 2014 König Karl in Schuberts »Fierrabras«. Von 2001 bis 2005 war Georg Zeppenfeld Ensemblemitglied der Semperoper Dresden. Hier war er in Partien wie Figaro und Bartolo (»Le nozze di Figaro«), König Filippo II. (»Don Carlo«), Zaccaria (»Nabucco«), Banco (»Macbeth«), Eremit und Kaspar (»Der Freischütz«), König (»Aida«), Sarastro (»Die Zauberflöte«), Colline (»La bohème«), Alidoro (»La cenerentola«), Fasolt (»Das Rheingold«), Landgraf Hermann (»Tannhäuser«), König Marke (»Tristan und Isolde«), Gharib (»L’Upupa und der Triumph der Sohnesliebe«), Wassermann (»Rusalka«), Peneios (»Daphne«), Seneca (»L’incoronazione di Poppea«), Sparafucile (»Rigoletto«), Heinrich der Vogler (»Lohengrin«) und Rocco (»Fidelio«) zu erleben. 2013 debütierte er hier neben »Orlando« in der Neuproduktion »Der fliegende Holländer« als Daland. In der Spielzeit 2013/14 sang er die Partie des Don Alfonso in Andreas Kriegenburgs Neuinszenierung »Così fan tutte«. Unter Cornelius Meister war Georg Zeppenfeld 2015 als Sarastro am Royal Opera House Covent Garden in London zu Gast. 2016 sang er bei den Osterfestspielen Salzburg die Partie des Lodovico in »Otello«, 2017 gastiert er dort als Hunding in »Die Walküre«.

Bei den Bayreuther Festspielen ist Georg Zeppenfeld seit 2010 ein gern gesehener Gast: Im Sommer 2017 war er in Bayreuth als Hunding in »Die Walküre« und als Gurnemanz in »Parsifal« zu erleben. In der Spielzeit 2015/16 gab Georg Zeppenfeld in Dresden sein Rollendebüt als Baculus in der Neuinszenierung »Der Wildschütz« und sang außerdem die Partien Hunding (»Die Walküre«), Heinrich der Vogler (»Lohengrin«), Sarastro (»Die Zauberflöte«) und Kaspar (»Der Freischütz«). 2017/18 war er u.a. als Raimondo Bidebent in »Lucia di Lammermoor« sowie als Fasolt in »Das Rheingold«, Hunding in »Die Walküre« und Fafner in »Siegfried« zu erleben. 2018/19 interpretierte Georg Zeppenfeld in Dresden u.a. erstmals Arkel in »Pelléas et Mélisande« und Landgraf Hermann in »Tannhäuser«. Er ist u.a. Preisträger des Christel-Goltz-Preises der Stiftung Semperoper – Förderstiftung. Im Oktober 2015 wurde Georg Zeppenfeld der Ehrentitel Kammersänger verliehen.

Sächsischer Staatsopernchor Dresden

Der Dresdner Opernchor wurde am 8. Oktober 1817 per königlichem Dekret durch Friedrich August I. gegründet. Die Erlassung dieses Dekrets war vor allem ein Verdienst Carl Maria von Webers, der als neu engagierter Hofkapell­meister 1817 den Auftrag erhalten hatte, neben der tradi­tionsreichen italienischen Oper auch eine deutsche Operngesellschaft in Dresden ins Leben zu rufen. Weber forderte die Einrichtung eines »ste­henden Theaterchors«, der den gestiegenen Anforderungen des dafür neu zu schaffenden Opernrepertoires gewachsen sein würde. In der Folge entwickelte sich der Sächsische Staatsopernchor dank hervorragender Persönlichkeiten, die ihn künstlerisch umsichtig und traditionsbewusst leiteten, zu einem erstklassigen und gefragten Klangkörper.

Über die Jahrhunderte hinweg entwickelten und pflegten u. a. Joseph Metzner, Wilhelm Fischer, Karl Maria Pembaur, Ernst Hintze, Gerhart Wüstner, Hans Peter Müller-Sybel, Hans-Dieter Pflüger und Matthias Brauer bis heute ein spezielles, dem Staatsopernchor zugehörendes Klangideal, das besonders auch durch die rege Konzerttätigkeit des Cho­res beeinflusst wurde. Homogenität des Klangs, klangliche Noblesse, kultivierter Pianogesang bei gleichzeitiger Klangdichte und -fülle sind wesentliche Attribute, die für den Sächsischen Staatsopernchor stehen.

Heute gilt der Staatsopernchor als einer der besten Opernchöre Euro­pas. Seine Auftritte in Opernvorstellungen, seine Mitwirkung in Konzer­ten, bei Rundfunk-, Fernseh- und CD-Produktionen, die kontinuierliche Präsenz bei Festspielen und auf Tourneen brachten ihm weltweit Beach­tung sowie höchste Wertschätzung ein.

Besonders prägend für den Staatsopernchor war die Arbeit mit dem Dirigenten Giuseppe Sinopoli, der das künstlerische Potential als bei wei­tem noch nicht ausgeschöpft betrachtete. In zahlreichen CD-Produktio­nen wuchs das Chorensemble immer wieder über sich hinaus. In den Jahren nach Sinopolis plötzlichem Tod gelang durch kontinuierliche Arbeit eine Konsolidierung der künstlerischen Qualität.

Wie in allen künstlerischen Sparten der Sächsischen Staatsoper Dres­den spielt auch im Staatsopernchor die enge Verknüpfung von Tradition, gegenwärtiger künstlerischer Verantwortung und Ausrichtung auf die Herausforderungen der Zukunft eine entscheidende Rolle.