Sonderkonzert mit der Capell-Virtuosin Julia Fischer

Petr Popelka Dirigent
Julia Fischer Violine

Josef Suk

  • Fantasie für Violine und Orchester g-Moll op. 24

Antonín Dvořák

  • Romanze für Violine und Orchester f-Moll op. 11
  • Symphonie Nr. 6 D-Dur op. 60

Melodischer Einfall

Mit seinem f-Moll-Streichquartett scheint An­tonín Dvořák nicht vollständig glücklich ge­wesen zu sein – das Werk fiel bereits bei den ersten Proben durch und blieb in der Folge unveröffentlicht. Das Thema des langsamen Satzes aber ließ ihn nicht los: 1877 machte er es zum sanft wiegenden melodischen Mittel­punkt seiner Violinromanze. Daneben zeugen poetische und wehmütige Themen, virtuose Passagen und sangliche Momente von dem schier unerschöpflichen Ideenreichtum des böhmischen Komponisten, über den sein Freund und Förderer Johannes Brahms be­kannte: »Ich möchte vor Neid aus der Haut fahren über das, was dem Menschen so ganz nebenbei einfällt.«

Konzertdauer: ca. 100 Minuten, einschließlich 20 Minuten Pause

  • 25.04.2023
    20:00 Uhr
    Kulturpalast Dresden
    Tickets
    Ticket-Preis:
    12.00 – 45.00 €

Petr Popelka

Innerhalb von zwei Spielzeiten hat sich Petr Popelka als einer der inspirierendsten Dirigenten seiner Generation einen Namen gemacht. Der Tscheche ist seit August 2020 Chefdirigent des Norwegischen Rundfunkorchesters in Oslo und wird mit der Saison 2022/2023 zusätzlich Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Radio Symphonieorchesters Prag. Außerdem steht er als Erster Gastdirigent regelmäßig am Pult der Janáček Philharmonie Ostrava.

In der Saison 2021/2022 kehrte Petr Popelka u.a. zur Sächsischen Staatskapelle Dresden, NDR Elbphilharmonie Orchester, Danish National Symphony Orchestra, Bergen Philharmonic Orchestra, Prague Radio Symphony Orchestra, FOK Prague Symphony Orchestra und Aalborg Symphony Orchestra zurück und debütiert bei der Czech Philharmonic, hr-Sinfonieorchester, Deutschen Radio Philharmonie, Staatskapelle Weimar, Mozarteumorchester Salzburg, Orchestre de Chambre de Lausanne und Sinfonieorchester St. Gallen. Eine Neuproduktion von Schostakowitschs Die Nase (Regie: Peter Konwitschny) führt ihn an die

Semperoper Dresden und eine neue Carmen an das Prager Nationaltheater, wo er auch eine Figaro-Serie dirigieren wird. Im Sommer 2021 gab er sein gefeiertes Debüt bei den Wiener Symphonikern im Wiener Konzerthaus.

In der Saison 2019/2020 war Petr Popelka der erste Conductor Fellow des NDR Elbphilharmonie Orchesters. 2017 gewann er den Neeme-Järvi-Preis der Gstaad Menuhin Festival Academy, nachdem er sich seit 2016 vermehrt dem Dirigieren widmete. Wichtige dirigentische Impulse erhielt er von Vladimir Kiradjiev und Alan Gilbert sowie bei Meisterkursen von Peter Eötvös, Jaap van Zweden und Johannes Schlaefli.

Petr Popelka erhielt seine musikalische Ausbildung in seiner Heimatstadt Prag und in Freiburg. 2010 bis 2019 war er stellvertretender Solo-Kontrabassist der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Neben dem Dirigieren nimmt das Komponieren eine wichtige Position in Petr Popelkas künstlerischer Arbeit ein.

Julia Fischer

Julia Fischer gehört seit über 20 Jahren zur Spitze der Geigenelite weltweit. Ihre künstlerische Vielfältigkeit bringt sie außerdem als Pianistin, Kammermusikerin und Professorin zum Ausdruck. Darüber hinaus übernimmt sie regelmäßig die Orchesterleitung von der Violine aus, so seit Jahren bei der Academy of St. Martin in the Fields.

Ihre Virtuosität, ihr Facettenreichtum sowie ihre Rolle als renommierte Kulturbotschafterin wurden mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt, darunter der Bayerische Maximiliansorden, der Deutsche Kulturpreis und das Bundesverdienstkreuz.

Julia Fischer musiziert mit den führenden Orchestern und Dirigenten weltweit. Höhepunkte der vergangenen Zeit umfassen Konzerte mit dem New York Philharmonic, dem London Symphony Orchestra, dem Orchestre national de France, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, den Wiener Philharmonikern oder dem Tonhalle-Orchester Zürich.

Julia Fischer ist eine enthusiastische Kammermusikerin. Das seit 2010 bestehende Julia Fischer Quartett mit ihren langjährigen Kammermusikpartnern Alexander Sitkovetsky, Nils Mönkemeyer und Benjamin Nyffenegger ist international an den renommiertesten Konzertorten zu erleben.

Ihre zahlreichen Aufnahmen sind vielfach preisgekrönt, u. a. mit dem BBC Music Magazine Award, dem Gramophone Award, dem Diapason d’Or de l’Année oder dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik.

2017 gründete Julia Fischer den JF CLUB, ihre eigene Musikplattform, auf der ihre neuesten Aufnahmen und Videos exklusiv zu hören und zu sehen sind. Damit geht sie einen neuen Weg auf dem Klassikmarkt.

Das Unterrichten liegt Julia Fischer besonders am Herzen. Sie ist Professorin an der Musikhochschule München, Dozentin bei Meisterkursen der Musikferien am Starnberger See und Leiterin der von ihr gegründeten Kindersinfoniker.

Julia Fischer begann ihre musikalische Laufbahn sehr früh: Mit drei Jahren erhielt die in München geborene Tochter deutsch-slowakischer Eltern den ersten Unterricht auf der Geige, kurz darauf von ihrer Mutter Viera Fischer den ersten Klavierunterricht. Bereits im Alter von neun Jahren wurde sie als Jungstudentin der renommierten Geigenprofessorin Ana Chumachenco an die Hochschule für Musik und Theater München aufgenommen.

Julia Fischer spielt auf einer Geige von Giovanni Battista Guadagnini (1742) sowie auf einer neuen Violine von Philipp Augustin (2018).