Rezital der Capell-Virtuosin Julia Fischer

Julia Fischer Violine

Johann Sebastian Bach

  • Werke für Violine solo

Bewunderung für Bach

Bereits 2004, mit gerade einmal 21 Jahren, legte Julia Fischer ihre erste Solo-CD vor. Darauf: sämtliche Sonaten und Partiten für Violine solo von Johann Sebastian Bach. Das Gramophone Magazine war voll des Lobes über ihre feine Technik und besondere Ele­ganz, der »kühlen Schönheit ihres Spiels« könne man sich nur schwer entziehen. »Ein Tag muss für mich mit Bach beginnen«, be­tont die gebürtige Münchnerin im Booklet zur Aufnahme und verweist auf die reiche Ausbil­dungszeit mit Werken des Leipziger Thomas­kantors bei ihrer Lehrerin Ana Chumachenco. In ihrem Dresdner Rezital teilt die neue Ca­pell-Virtuosin mit ausgewählten Solowerken ihre Begeisterung für Bach mit dem Publikum in der Semperoper.

Das vollständige Programm wird später bekanntgeben.

  • 09.02.2023
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    11.00 – 33.00 €

Julia Fischer

Julia Fischer gehört seit schon 20 Jahren zur Spitze der Geigenelite weltweit. Ihre künstlerische Vielfältigkeit bringt sie außerdem als Pianistin, Kammermusikerin und Professorin zum Ausdruck. Gemeinsam mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden war Julia Fischer zuletzt im Juni 2012 mit Mendelssohn Bartholdys e-Moll-Violinkonzert in der Semperoper zu erleben. 

Mit drei Jahren erhielt die in München geborene Tochter deutsch-slowakischer Eltern den ersten Unterricht zunächst auf der Geige, kurz darauf begann ihre Mutter Viera Fischer mit dem ersten Klavierunterricht. Bereits im Alter von neun Jahren wurde sie als Jungstudentin der renommierten Geigenprofessorin Ana Chumachenco an die Hochschule für Musik und Theater München aufgenommen. 2011 übernahm Julia Fischer deren Nachfolge.

Höhepunkte der vergangenen Zeit beinhalten Konzerte mit dem London Philharmonic Orchestra (Vladimir Jurowski), dem New York Philharmonic (Philippe Jordan), dem Orchestre National de France (Emmanuel Krivine), mit dem Bayerischen Staatsorchester (Kirill Petrenko), dem Chicago Symphony Orchestra (Riccardo Muti), dem Cleveland Orchestra (Franz Welser-Möst), den Wiener Philharmonikern (Esa-Pekka Salonen) oder dem Tonhalle Orchester Zürich (Herbert Blomstedt). Regelmäßig leitet Julia Fischer die ihr seit langem verbundene Academy of St. Martin in the Fields, zuletzt Anfang 2019 auf einer großen Deutschlandtour mit einer Uraufführung von Andrey Rubtsov. Eine Uraufführung wird sie auch in der Saison 2020/2021 spielen, ein Werk des Komponisten Pascal Zavaro mit dem Orchestre National de France unter Cristian Măcelaru im Januar in

Paris. 

Julia Fischer ist eine enthusiastische Kammermusikerin. Im Herbst 2020 geht sie zusammen mit Daniel Müller-Schott auf eine Rezitaltour nach Asien, im Februar 2021 gibt sie erneut mit Daniel Müller-Schott und Nils Mönkemeyer Trio-Konzerte im Wiener Musikverein und im Amsterdamer Concertgebouw. Das von ihr 2011 gegründete Quartett mit ihren langjährigen Kammermusikpartnern Alexander Sitkovetsky, Nils Mönkemeyer und Benjamin Nyffenegger ist im Januar 2022 wieder auf Reisen.

2017 gründete Julia Fischer den JF CLUB, ihre eigene Musikplattform, auf der ihre neuen Aufnahmen exklusiv zu hören sind und in dem sie mit eigenen Artikeln, Videos oder auch bei persönlichen Treffen Einblicke in ihre Arbeit gibt. Als Limited Edition erscheinen ab der aktuellen Saison erste Werke des Clubs in einer exklusiven JF CLUB Edition bei Hänssler Classic auf Vinyl. Zuvor brachte Julia Fischer zahlreiche CD- und DVD-Aufnahmen zunächst bei dem Label Pentatone und dann bei Decca heraus. Ihre Einspielungen stießen auf Lob bei den international wegweisenden Medien und wurden mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht, darunter der BBC Music Magazine Award, der Choc der Monde de la Musique, der Diapason d’Or de l’Année oder der Preis der Deutschen Schallplattenkritik.

Viele Auszeichnungen ehren die Künstlerin, so erhielt sie das Bundesverdienstkreuz und Preise wie den Gramophone Award oder den Deutschen Kulturpreis. Julia Fischer spielt auf einer Geige von Giovanni Battista Guadagnini (1742) sowie auf einer neuen Violine von Philipp Augustin (2018).