5. Symphoniekonzert

Tugan Sokhiev Dirigent
Yefim Bronfman Klavier

Olga Neuwirth

  • »Dreydl«, Deutsche Erstaufführung

Wolfgang Amadeus Mozart

  • Klavierkonzert Nr. 22 Es-Dur KV 482

Nikolai Rimski-Korsakow

  • »Scheherazade« op. 35

Zyklische Rhythmen

Der Dreydl – ein Spielzeugkreisel, mit dem Kinder um Süßigkeiten spielen – ist ein fester Bestandteil des jüdischen Lichterfests Cha­nukka, das in diesem Jahr am 18. Dezember beginnt. Capell-Compositrice Olga Neuwirth inspirierte er zu ihrem neuen Orchester­werk, das außerdem von ihrem »Interesse an der Neugestaltung und Neuerfindung von tanzähnlichen Rhythmen« beeinflusst ist. In Anlehnung an die kreisförmige Drehung des Dreydls treiben zyklische Wiederholungen rhythmischer Muster das Stück an. Eine ganz andere Inspiration steht hinter Nikolai Rims­ki-Korsakows bekannter Tondichtung »Sche­herazade«: die persisch-arabische Märchen­sammlung »Tausendundeine Nacht«.

Eine kostenlose Konzerteinführung mit Hagen Kunze findet 45 Minuten vor Beginn im Opernkeller statt.

Konzertdauer: ca. 120 Minuten, einschließlich 20 Minuten Pause

Das Konzert wird von MDR Klassik mitgeschnitten und zu einem späteren Zeitpunkt gesendet.
  • 18.12.2022
    11:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    20.00 – 58.00 €
  • 19.12.2022
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    20.00 – 73.00 €
  • 20.12.2022
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    12.00 – 73.00 €

Tugan Sokhiev

Der aus Nordossetien stammende Dirigent Tugan Sokhiev war von 2014 bis 2022 Musikdirektor und Chefdirigent am Moskauer Bolschoi-Theater und leitet von 2008 bis 2022 das Orchestre National du Capitole de Toulouse. Von 2012 bis 2017 war er Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin.

Als einer der letzten Schüler von Ilja Mussin am St. Petersburger Konservatorium feierte Sokhiev bereits kurz nach seinem Studium erste Erfolge an der Welsh National Opera, am Mariinski-Theater in St. Petersburg, an der Metropolitan Opera in New York und an der Houston Grand Opera mit einer gefeierten Aufführung von »Boris Godunov«. 2005 wurde er von der französischen Kritikervereinigung für sein Konzert mit dem Orchestre National du Capitole de Toulouse im Théâtre des Champs-Elysées in Paris als »musikalische Entdeckung des Jahres« geehrt. Bereits vor seiner Ernennung zum Musikdirektor des Orchester 2008 war Tugan Sokhiev dort drei Jahre als Erster Gastdirigent und musikalischer Berater tätig. Unter seiner Leitung erlangte das Orchester internationale Bedeutung, unter anderem auch mit mehreren Uraufführungen und der von ihm ins Leben gerufenen Conducting Academy.

In der aktuellen Saison 2021/2022 gastiert Tugan Sokhiev bei so renommierten Orchestern wie dem Orchestra della Scala in Mailand, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks sowie

bei den Philharmonikern in München, Berlin und New York. Im April 2022 wird er als Gastdirigent am Pult der Staatskapelle Schostakowitschs »Leningrader« Symphonie im Rahmen der Osterfestspiele Salzburg dirigieren.

Als Gastdirigent steht Sokhiev regelmäßig am Pult der prominentesten Orchester der Welt, darunter das Royal Concertgebouw Orchestra, die Wiener und  Berliner Philharmoniker, das Boston und Chicago Symphony Orchestra, das New York Philharmonic, die Accademia Nazionale di Santa Cecilia, das Philadelphia Orchestra, das Orchestre national de France und die Münchner Philharmoniker.

Sokhievs Diskographie umfasst Aufnahmen mit dem Orchestra National du Capitole de Toulouse für Naïve Classique mit Tschaikowskys Vierter und Fünfter Symphonie, Mussorgskis »Bilder einer Ausstellung«, Rachmaninows »Symphonische Tänze«, Prokofjews »Peter und der Wolf« und Strawinskys »Sacre du printemps« und »Feuervogel«. Weitere Werke Prokofjews nahm er mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin für Sony Classical auf. Bei EuroArts erschien Beethovens Violinkonzert mit Vadim Gluzman auf DVD. Die zuletzt erschienene Aufnahme mit dem Orchestre National du Capitole de Toulouse mit Schostakowitschs Achter Symphonie wurde 2020 mit einem Diapason d’Or ausgezeichnet.

Yefim Bronfman

Yefim Bronfman gilt als einer der bedeutendsten Klaviervirtuosen unserer Zeit. Seine imposante Technik und seine hohe Interpretationskunst werden von Fachpresse und Publikum gleichermaßen geschätzt und bewundert.

Bronfman gastiert regelmäßig bei den besten Orchestern der Welt und arbeitet mit so namhaften Dirigenten wie Daniel Barenboim, Herbert Blomstedt, Christoph von Dohnányi, Charles Dutoit, Christoph Eschenbach, Valéry Gergiev, Mariss Jansons, Kurt Masur, Zubin Mehta, Esa-Pekka Salonen, Yuri Temirkanov, Franz Welser-Möst, Simon Rattle und David Zinman. Er gibt Klavierabende in allen wichtigen Konzerthäusern Nordamerikas, in Europa und Fernost.

1997 gewann Bronfman einen Grammy für seine Aufnahme der Bartók-Konzerte mit Los Angeles Philharmonic unter Esa-Pekka Salonen, 2009 wurde er für die Einspielung des Klavierkonzerts von Salonen (DG) für den Grammy nominiert.

Eine der höchsten Ehren für amerikanische Musiker, den Avery Fischer Prize, erhielt Yefim Bronfman 1991.