Trauer um Mariss Jansons

Der lettische Dirigent stand zuletzt im April am Pult der Staatskapelle Dresden
02.12.2019

Mariss Jansons im April 2019 am Pult der Staatskapelle Dresden im Rahmen der Osterfestspiele Salzburg © Matthias Creutziger

Mit großer Trauer verabschiedet sich die Sächsische Staatskapelle Dresden von Mariss Jansons, der gestern im Alter von 76 Jahren verstarb.

 

Der insbesondere für seine Mahler- und Schostakowitsch-Interpretationen gefeierte lettische Dirigent stand schon vor der Wende 1989 mehrfach am Pult der Staatskapelle Dresden. Auch in Dresden bewies er sein großes Können in diesem Repertoire – im November 1976 gab er sein Debüt im 4. Symphoniekonzert mit Schostakowitschs sechster Symphonie; es folgten weitere Dirigate im 10. Symphoniekonzert in der Saison 1977/78 mit Mahlers erster und zuletzt im 2. Symphoniekonzert im September 1981 mit Schostakowitschs fünfter Symphonie. 

Nach über 30 Jahren freuten wir uns im April dieses Jahres auf das lange ersehnte Wiedersehen mit Mariss Jansons: Im Rahmen der Osterfestspiele Salzburg leitete er die Aufführungen von Mahlers vierter Symphonie mit berührender Intensität und Meisterschaft und steckte uns alle an mit seiner Begeisterung und Hingabe für dieses Werk und die Musik überhaupt. Als früherer Karajan-Schüler wurde ihm der Herbert-von-Karajan-Preis der Osterfestspiele für seine herausragenden künstlerischen Leistungen verliehen.

Wir sind dankbar, dass wir diese wunderbaren musikalischen Momente mit Mariss Jansons erleben durften, hätten wir doch sehr gerne die Zusammenarbeit mit ihm in der Zukunft weitergeführt. Mit seiner herausragenden Musikalität und Leidenschaft wird er uns in dauerhafter Erinnerung bleiben. Die Welt hat eine der größten Musikerpersönlichkeiten verloren – ein unfassbarer Verlust!

Wir sind in Gedanken und Anteilnahme bei seiner Familie, Angehörigen und Freunden.

 

Der Orchestervorstand
der Sächsischen Staatskapelle Dresden