11. Sinfoniekonzert
gespielte Werke
Ludwig van Beethoven
- Violinkonzert D-Dur op. 61
Antonín Dvořák
- Sinfonie Nr. 7 d-Moll op. 70
Mitwirkende
- Thomas Guggeis Dirigent
- Augustin Hadelich Violine
In diesem Programm erklingen Schlüsselwerke des Repertoires: Beethovens Violinkonzert D-Dur, ein Stück von leuchtender Klarheit, das in seiner Weite und formalen Balance sinfonische Züge trägt. Ergänzt wird es von Antonín Dvořáks beinahe 80 Jahre später vollendeten Siebten Sinfonie. Sie steht für sinfonische Strenge und spiegelt die innere Zerrissenheit des Komponisten wider, der der zwischen seiner böhmischen Herkunft und der Wiener Tradition seine individuelle Klangsprache verhandelte.
- Sonntag14.6.2611:00 UhrSemperoper
- Montag15.6.2619:00 UhrSemperoper
- Dienstag16.6.2619:00 UhrSemperoper
Das Konzert am 16. Juni um 19 Uhr wird aufgezeichnet und am 3. Juli 2026 ab 20:03 Uhr auf MDR Klassik und MDR Kultur ausgestrahlt.
Konzerteinführung jeweils 45 Minuten vor Beginn im Opernkeller der Semperoper.
Concert Lounge im Foyer der Semperoper im Anschluss an das Konzert am 16.6.26.
Konzertdauer inkl. Pause ca. 110 min
Thomas Guggeis
Thomas Guggeis hat sich als einer der eindrucksvollsten Dirigenten seiner Generation etabliert. Sowohl im Opernhaus als auch auf dem Konzertpodium gleichermaßen zu Hause, hat er sich ein starkes internationales Profil mit Engagements in ganz Europa und darüber hinaus erarbeitet. Er ist seit der Spielzeit 2023/24 Generalmusikdirektor der Oper Frankfurt und künstlerischer Leiter der Frankfurter Museumskonzerte. In der Saison 2025/26 dirigiert er in Frankfurt Neuproduktionen von »Così fan tutte«, »Boris Godunow« und »Turandot« sowie Wiederaufnahmen von »Peter Grimes« und »Tristan und Isolde«. Darüber hinaus kehrt er an die Bayerische Staatsoper und an die Staatsoper Unter den Linden zurück.
Zu den Konzertdebüts dieser Saison gehören Auftritte mit den Berliner Philharmonikern, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Radio Filharmonisch Orkest, dem San Diego Symphony, dem SWR Symphonieorchester Stuttgart und dem Orchestre national de Lyon sowie Wiedereinladungen zum Orchestre national de France, dem Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino und anderen.
Im Konzertbereich dirigierte Thomas Guggeis unter anderem die Wiener Philharmoniker bei der Mozartwoche Salzburg, das Bayerische Staatsorchester, die Staatskapellen in Dresden und Berlin, die Münchner Philharmoniker, die Wiener Symphoniker, das Orchestre de Paris, das Cleveland Orchestra, das London Philharmonic Orchestra, das Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, das Bergen Philharmonic Orchestra, das Philharmonische Staatsorchester Hamburg, das Gürzenich-Orchester Köln, die Staatsphilharmonie Nürnberg, das Orchestre National du Capitole de Toulouse, das Beethoven Orchester Bonn, die Copenhagen Philharmonic, das Orchestra Sinfonica di Milano, das Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI, das Schwedische Radiosinfonieorchester und das Boulez-Ensemble.
Augustin Hadelich
Augustin Hadelich zählt zu den herausragenden Geigern unserer Zeit. Mit seinem hinreißenden Ton, seiner brillanten Technik und seinen tief empfundenen und überzeugenden Interpretationen begeistert er Publikum und Kritik gleichermaßen. Konzerttourneen führen ihn regelmäßig rund um den Globus; er ist ein gern gesehener Gast bei führenden Orchestern, renommierten Konzertreihen und internationalen Festivals.
Im Festivalsommer 2025 tritt Hadelich u.a. mit dem Mahler Chamber Orchestra, Orchestre de Paris, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und dem BBC Symphony Orchestra auf. Er ist bei den BBC Proms in London, beim Lucerne Festival, beim Enescu Festival in Bukarest sowie in Aspen, Tanglewood und beim Grant Park Music Festival in Chicago zu erleben.
Die Saison 2025/26 beginnt er mit Konzerten zur Spielzeiteröffnung in Bern, Brüssel und Manchester. Ein besonderer Höhepunkt der neuen Spielzeit ist seine Residenz beim Boston Symphony Orchestra, in deren Rahmen Hadelich mehrfach als Solist, Kammermusiker und im Rezital auftritt. In Nordamerika ist er darüber hinaus u.a. zu Gast beim Chicago Symphony, New York Philharmonic, Philadelphia Orchestra, Cleveland Orchestra, Pittsburgh Symphony, Houston Symphony, St. Louis Symphony, San Diego Symphony, New World Symphony und National Arts Centre Orchestra in Ottawa. Weitere Einladungen führen ihn zum Royal Concertgebouw Orchestra, Gewandhausorchester, Staatskapelle Dresden, NDR Elbphilharmonie Orchester, Münchner Philharmoniker, Bamberger Symphoniker, WDR Sinfonieorchester, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Tonhalle-Orchester Zürich, Wiener Symphoniker, Festival Strings Lucerne, Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Tschechische Philharmonie, Orchestre National de Lyon, Barcelona Symphony, Finnish Radio Symphony und São Paulo Symphony. Im April 2026 gibt Hadelich im Anschluss an seine Residenz beim Tongyeong International Music Festival in Südkorea sein Debüt mit dem NCPA Orchestra in Peking. Rezitale führen ihn u.a. nach New York, Boston, San Francisco, Seattle, Warschau, Kopenhagen, Graz, Heidelberg, Cremona und Taipeh.
Hadelichs Diskografie dokumentiert seine stilistische Vielseitigkeit und umfasst weite Teile der Violinliteratur. Für seine Aufnahme von Dutilleux’ Violinkonzert “L’Arbre des songes” wurde er 2016 mit einem GRAMMY Award ausgezeichnet. Bei Warner Classics erschienen 2018 die 24 Capricen von Paganini, 2019 ein Album mit den Violinkonzerten von Brahms und Ligeti, und 2020 das Album “Bohemian Tales” mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das 2021 mit dem Opus Klassik Award ausgezeichnet wurde. Auch seine Interpretation von Bachs Sonaten und Partiten (2021) wurde vielfach gelobt und für einen GRAMMY nominiert. In “Recuerdos” (2022) widmet er sich gemeinsam mit dem WDR Sinfonieorchester Werken von Britten, Prokofjew und Sarasate. Seine jüngste Veröffentlichung “American Roadtrip” (2024), ein musikalischer Streifzug durch die amerikanische Musikkultur mit dem Pianisten Orion Weiss, wurde 2025 ebenfalls mit einem OPUS KLASSIK Award geehrt.
Augustin Hadelich, heute sowohl US-amerikanischer als auch deutscher Staatsbürger, wurde als Sohn deutscher Eltern in Italien geboren. Er studierte bei Joel Smirnoff an der Juilliard School in New York. 2006 gewann er den Internationalen Violinwettbewerb in Indianapolis; es folgten zahlreiche weitere Auszeichnungen. 2017 verlieh ihm die University of Exeter (UK) die Ehrendoktorwürde, 2018 wurde er von “Musical America” zum „Instrumentalist of the Year“ ernannt. Seit Juni 2021 gehört er dem Lehrkörper der Yale School of Music an. Hadelich spielt eine Violine von Giuseppe Guarneri del Gesù aus dem Jahr 1744, bekannt als „Leduc, ex Szeryng“, eine Leihgabe des Tarisio Trusts.

