von Weber bis Widmann
»Romantik pur« im Kulturpalast Dresden
Mit dem Sonderkonzert »Romantik pur« widmet sich die Sächsische Staatskapelle Dresden am Sonntag, 20. September 2026, einer Epoche, deren Klangwelt bis heute fasziniert. Ausgangspunkt des Abends ist das Dresdner Weber-Jahr. Dabei spannt Jörg Widmann, Capell-Virtuos und Capell-Compositeur der Saison 2026/27, gemeinsam mit der Staatskapelle einen Bogen von Carl Maria von Weber und Felix Mendelssohn Bartholdy bis zu seinem eigenen Schaffen.
Jörg Widmann zählt zu den bedeutendsten Komponisten der Gegenwart und ist zugleich ein Virtuose an der Klarinette. Als Capell-Virtuos und Capell-Compositeur in der aktuellen Konzertsaison vereint erstmals ein Künstler in der Geschichte der Staatskapelle beide Titel auf sich. Im Kulturpalast ist Widmann gleich in dreifacher Rolle zu erleben: als Klarinettist, Dirigent und Moderator.
Das Programm widmet sich den schillernden, dunklen und virtuosen Seiten der Romantik. Werke von Carl Maria von Weber und Felix Mendelssohn Bartholdy treffen dabei auf Widmanns eigene »Danse macabre« für Klarinette solo. Unverkennbar zieht sich dabei eine Dresdner Spur durch den Abend. Carl Maria von Weber prägte als Königlich Sächsischer Hofkapellmeister von 1817 bis zu seinem Tod 1826 die Geschichte der heutigen Staatskapelle entscheidend. Auch Mendelssohns »Reformations-Sinfonie« weist eine Verbindung nach Dresden auf. In ihrem Finale erklingt das sogenannte »Dresdner Amen«, jene charakteristische liturgische Wendung, die später auch Richard Wagner und Gustav Mahler aufgriffen.
Im Wechsel von Moderation und Musik lässt Jörg Widmann Verbindungen zwischen den Werken, ihren Entstehungsgeschichten und ihrer Wirkung hörbar werden. So entsteht eine Reise durch die Romantik, die zugleich den Blick darauf richtet, wie deren Ideen und Klangvorstellungen bis in die Musik unserer Zeit fortwirken.

